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Mit nur 19 Jahren übernahm Karl Wieland 1898 den Zimmereibetrieb. Auch heute noch ist er in Reichental und Umgebung unter seinem Spitznamen "Zimmer-Karl" bekannt. Unter seiner 55 Jahre dauernden Leitung entstanden zahlreiche Gebäude, die bis zum heutigen Tag Zeugnis einer soliden Zimmermannskunst sind. Zu diesen Gebäuden zählen das Rathaus in Reichental, das Orgelfelsenhaus, die Haselgrundhütte und die Kirche in Langenbrand, um nur einige zu nennen. 1953 übernahmen Eugen und Franz Wieland die Zimmerei. Der Firmenname wurde umbenannt in "Zimmerei und Schreinerei Eugen und Franz Wieland". Beide hatten vor der Handwerkskammer in Karlsruhe ihre Meisterprüfung abgelegt und führten das Unternehmen erfolgreich weiter. Mit zunehmender Mobilität erweiterte sich der Kundenkreis und es kamen Kunden aus dem vorderen Murgtal und sogar bis Karlsruhe hinzu.
Der nächste Inhaber in der langen Firmengeschichte war Helmut Wieland. Unter seiner Leitung wurde die Zimmerei ausgegliedert und fand ihr neues Zuhause am Ortseingang von Reichental, wo sich das Betriebsgelände auch heute noch befindet. Neue Maschinen und Arbeitstechniken brachten eine Modernisierung des Betriebes und sorgten für eine grundlegende Wandlung des Zimmereihandwerks. Weitere Geschäftsbereiche wurden erschlossen: Fassadenarbeiten, Rigips-Trockenausbauten, Innenausbauten von Industriehallen und komplette Dachsanierungen mit Lattung und Ziegeleindeckung. Zeugen dieser Zeit des Wandels sind u. a. die Einsegnungshallen in Lautenbach und Staufenberg, das Feuerwehrgerätehaus und die Sparkasse in Hilpertsau, das Fachwerkhaus Peter und das Wohnhaus Hermann in Reichental sowie das moderne Holzhaus Karl Wieland in Gernsbach.
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